Tian'dil #1

Nun ab und an schreibe ich kleine Geschichten. Da ich gerade versuche ein Buch zuschreiben ( einfach um mal zu sehen wie das ist), arbeite ich gerade Charaktere heraus. Zu Tian'dil ist schon was fertig. Dies wurde auch schon im Schreibportal veröffentlicht. Ich versuche daran regelmäßig zu arbeiten aber im Moment geht Uni eifnach vor.

So aber hier ist der erste Teil:



1. Auf der Jagd

Es war kalt, eiskalt! Der Wind blies kleine Eiskristalle in Tian’dils Gesicht. Er zog das Tuch fester, um sich besser davor schützen zu können. Dabei sammelte er noch seine innere Energie und vertrieb damit die Kälte abermals aus seinem Köper. Er konnte sich jetzt keinen Fehler leisten! Seit drei Tagen schon war er hinter dem Wild her. Die Spuren hatte er bei dem Wetter ein paarmal verloren oder musste einige Umwege in Kauf nehmen um nicht in Schneewehen zu versinken. Er musste lachen. Wie kamen die Zwerge eigentlich zu dem Trugschluss, dass Eiselfen über dem Schnee gehen können? Sie versinken bei tiefem Schnee genau wie andere. Den einzigen Vorteil den sie hatte, sie konnten ihre Spuren mit ihrer Energie verwischen.

Nun musste er sich aber wieder konzentrieren. Denn er war seinem Ziel so nahe wie es nur ging. Sel, einer seiner Wölfe, hatte das Wild gewittert und ihm Laut gegeben. Es dauerte nicht lange bis er das Wild zu sehen bekam. Die Herde hatte sich am Waldrand einen Platz gesucht. Tian prüfte die Windrichtung. Demnach er musste noch einen Bogen in den Wald schlagen, sonst würden sie ihn wittern. Von da aus hoffte er unentdeckt zu bleiben. Auf dem Weg ging er Sichtverhältnisse und den Gegenwind durch um die Entfernung, die er brauchte zu berechnen. Bedacht drauf keinen Zweig unter dem Schnee knacken zu lassen oder ein anderes verdächtiges Geräusch zu machen, schleichte er sich langsam an. Die Herde stand weiter ruhig da. Den Bogen löste er langsam aus der Halterung von seiner Schulter, zog einen Pfeil aus seinem Köcher vom Rücken und legte den Bogen an. Es würde schwer werden bei dem Wind, aber er hatte kein Händchen für Fallen. Außerdem war ihm dies viel zu langweilig. Er liebet das Anpirschen und den Nervenkitzel vorm Schuss. Man sagte ihm auch nach der beste Jäger der westlichen Eiselfen zu sein. Ja er war gut und einer der besten seines Dorfes. Er war bekannt dafür solch Windverhältnisse zu meistern. Aber der beste? Dazu gehört sicher weit mehr als das.

Die bestmögliche Schussposition hatte er nun eingenommen. Mit dem Mund prüfte er noch einmal die Federn des Pfeils. Eine kleine Eigenart die er sich nie hatte abgewöhnen konnte. Behutsam aber kraftvoll spannte er den Bogen, leerte seinen Geist und hielt den Atem an. Alles war auf den einen Schuss fixiert, seine Muskeln, seine Augen, einfach alles. Er lies den Pfeil los. Es schien eine Ewigkeit zu dauern bis er sein Ziel erreichte. Treffer. Er hatte genau eine kleine Windpause zwischen den Böen genutzt, nun hatte er erstes ein Abendessen und zweitens wieder Nahrung für seine Familie. Vielleicht konnte er noch etwas verkaufen. Seine Familie. Der Gedanke war zu schmerzhaft und er wischte ihn weg. Zu allererst musste er seinen Fang zu seinem Lager bekommen. Sel schlich schon zum toten Tier. Mit einem Pfiff und einer Geste bedeutete er ihr, zu warten. Sie würde später etwas davon bekommen.

Mit raschen Schritten legte er die Strecke zu seine Beute zurück und band ihr je zwei Hufe zusammen, verstaute seinen Bogen und zog den Pfeil heraus aus dem Kadaver. Skeptisch überprüft Tian den Pfeil. Er müsste ihn nur säubern dann wäre er wieder einsatzbereit. Mit Schwung verfrachtet er seine Beute auf den Rücken und marschierte los zu seinem Lager. Sel folgte ihm.

Es war den Göttern sei Dank nicht allzu weit bis dahin. Denn er hatte nicht zu hoffen gewagt das Wild heute noch zu finden, aber die gute Sel war einfach die Beste.

Immer wieder musste er an seine Schwestern denken. Er liebte sie. Sie waren vielleicht der einzige Grund warum er noch hier war und nicht längst seiner Frau und dem Kind zu den Göttern gefolgt ist. Naja und Epo trug auch einiges dazu bei. Dieser störrischer, kleiner, trinkende Tunichtgut von einem Zwerg. Ihm gelang es auch immer wieder die richtigen Worte zu finden um Tian aus den Tiefen seiner Gedanken zu entreißen. Er musste sich mal wieder mit Epo treffe, das war sicher.

Sel setzte zu einem Sprint an. Also hatte sie die anderen fünf Wölfe entdeckt. Der Lagerplatz war also in greifbarer Nähe. Die Wölfe waren seine beste Versicherung hier draußen. Sie konnten ihn warnen, bei der Jagd helfen und vor allem hatte er Gesellschaft, die einzige die er tage- und wochenlang ertrug. Sie waren bei weitem nicht zahm wie Hunde, nur konnte er sich gut mit ihnen verständigen. Sie akzeptierten ihn in ihrem Rudel und das war das Beste was ihm passieren konnte. Im Laufe der Jahre war es natürlich nicht mehr das ursprüngliche Rudel, aber konnte ihnen viel beibringen. So war er in der Lage sie sogar vor einen Schlitten zu spannen. Das ganze hatte seine Grenzen, aber sie vertrauten ihm und er ihnen. Er hatte es geschafft. Nun würde er das Tier ausweiden, zerlegen, die Wölfe als Belohnung füttern und selber etwas essen bevor er sich morgen auf dem Weg zurück nach Vental, seinem Heimatdorf macht.

Neuigkeiten

Ja ich habe mal wieder etwas Zeit gefunden um mich um diesen Blog zu kümmern. Wie ihr sehen könnt gibt es ein neues Layout. Daran werde ich die Tage noch weiter arbeiten.
Im Zuge dessen sind einige alte Seiten entweder ganz rausgeflogen oder kombiniert worden und ganz Neue hinzugekommen.
Ich werde versuchen in Zukunft einmal die Woche hier was zu hinterlassen.
Was haltet ihr von dem Layout, was fehlt euch noch?

LG Chia